MitarbeiterInnen, die auf Missstände (Korruption, Schlendrian, Arbeitsbedingungen, welche Leib und Leben der MitarbeiterInnen oder der PatientInnen gefährden und dergleichen mehr) innerhalb ihres Betriebes aufmerksam machen (sog. "Whistleblower"), erfüllen eine wichtige Funktion: Sie geben jener Organisation die Möglichkeit, diese Dysfunktionen anzugehen und zu beheben. So betrachtet dienen Whistleblower der Selbstheilung kranker Organisationen, weshalb sie sie in manchen Ländern erhöhten rechtlichen Schutz geniessen, z.B. gegen Kündigung oder sonst wie geartete Repressalien seitens ihres Arbeitgebers.

Nicht so in der Schweiz: hier gelten Whistleblower immer noch als "Nestbeschmutzer". Ihre Warnrufe werden grundsätzlich als Verletzung der Treuepflicht gegenüber dem Arbeitgeber eingestuft, und können drastische Sanktionen mit sich ziehen (anders lautende Regelungen im Arbeitsvertrag oder in Gesamtarbeitsverträgen vorbehalten).
Deshalb raten wir unseren Mitgliedern dringend, beim SBK Rat und Schutz zu suchen. Die VerbandsmitarbeiterInnen unterstehen der Schweigepflicht, bewahren Ihre absolute Anonymität und unternehmen nichts ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung.

Pierre-André Wagner: "Alarm schlagen, Leben retten", Krankenpflege 10/2014

Aurélie Cornamusaz: "Whistleblowing: Zwölf Tote, weil nicht auf Pflegende gehört wurde", Krankenpflege 01/2010


 [PAW1]dito

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