Aktuell

07.11.2018

Zum Jahrestag der Einreichung der eidgenössischen Volksinitiative für eine starke Pflege machten in acht Schweizer Städten hunderte Freiwillige symbolisch auf den Fachkräftemangel in den Pflegeberufen aufmerksam, während (...)
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25.10.2018

Der SBK äussert sich in der Vernehmlassung gegen geplante Änderungen der Krankenpflege-Leistungsverordnung KLV. Eine Senkung der Krankenkassenbeiträge an die Spitex läuft der Strategie ambulant vor stationär zuwider und verstärkt (...)
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«Krankenpflege»

Schichtarbeit

2004 lancierte der SBK eine breite Diskussion über die 12-Stunden-Schichten bzw. die vor allem in der französischen Schweiz sich schleichend wieder ausbreitenden Zweischichtsysteme.
Die Gründe dafür sind vielfältig: immer längere Arbeitswege, steigende Zahl der GrenzgängerInnen, Mangel an familienfreundlichen Kinderbetreuungsangeboten, paradoxerweise auch die massive Zunahme der Arbeitsbelastung. Allerdings: Abgesehen davon, dass solche Schichten in vielen Fällen das Arbeitsgesetz verletzen, liegen die Auswirkungen auf die Patientensicherheit (erhöhte Fehleranfälligkeit bei überlangen Schichten) und auf die Gesundheit des Personals noch völlig im Dunkeln. Am Jahreskongress 2004 hat der SBK von seiner Basis den Auftrag erhalten, sich für gesundheits- und sozialverträgliche Arbeitszeitmodelle einzusetzen.

12-Stunden-Nachtschichten

Im Rahmen aufwändiger Verhandlungen mit dem Staatsekretariat für Wirtschaft Seco und den Arbeitgebern haben der SBK, der VSAO und der VPOD erreicht, dass 12-Stunden-Nachtschichten weiterhin nur unter dermassen restriktiven Voraussetzungen zulässig sind, dass sie im Akutbereich praktisch ausgeschlossen sind. Die entsprechende Verordnung 2 zum Arbeitsgesetz ist am 1.1. 2010 in Kraft getreten (Art. 10 ArGV2).

Maximale Anzahl aufeinanderfolgende Arbeitstage

Die Verbände konnten ebenfalls sicherstellen, dass die (auch von einem Teil des Pflegepersonals gewünschte) Verlängerung der maximalen Anzahl aufeinanderfolgender Arbeitstage von sechs auf sieben nur unter der strikten Bedingung erlaubt ist, dass unmittelbar im Anschluss daran mindestens drei aufeinander folgende freie Tage gewährt werden (Art. 7 Abs. 2 ArGV2).

Sonntagsarbeit

Im Gesundheitswesen ist Sonntagsarbeit (wie Nachtarbeit) unausweichlich.
Damit der Sonntag nicht zum Werktag wird, also zur Normalität, engagiert sich der SBK entschieden gegen eine Deregulierung der Ladenöffnungszeiten. Verliert die Sonntagsarbeit ihren Ausnahmecharakter, besteht kein Grund mehr für diesbezügliche Zulagen und Zeitkompensationen.

Mutterschaftsschutz

Weil viele Betriebe des Gesundheitswesens den spezifischen Bedürfnissen von Mitarbeiterinnen, die ein Kind bekommen, immer noch nicht gerecht werden, führt die Mutterschaft für viele Pflegefachfrauen zum Karriereknick  oder gar zum Ausstieg aus dem Beruf.
Der SBK setzt sich, auch via Rechtsschutz, gegen die besonders stossende Diskriminierung schwangerer Mitarbeiterinnen ein. Mit seinen Sektionen kämpft er für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Schwangerschaft und Mutterschaft unterstehen einem komplexen Gefüge von Vorschriften, u.a. auf den Gebieten des Arbeits- und des Sozialversicherungsrechts. Um ArbeitnehmerInnen und -geberInnen den Durchblick zu erleichtern und damit diese Lebensphase für beide Seiten nicht zum abschreckenden Hürdenlauf gerät, empfiehlt der SBK das von der Gewerkschaft travailsuisse entwickelte Instrument «mamagenda».