Pikettdienst

Seit 1. Januar 2010 ist die Revision der Verordnung 2 zum Arbeitsgesetz in Kraft. Damit erhält der Pikettdienst mit kurzer Einsatzbereitschaft (unter 30 Minuten), der von zuhause aus geleistet wird, endlich eine Regelung. Diese lässt aus Sicht des SBK allerdings viel zu wünschen übrig, indem die vom Seco vorgeschlagene und von den Arbeitnehmer-Verbänden akzeptierte Zeitkompensation von 20% vom Bundesrat auf 10% festgesetzt wurde.

Der SBK wehrt sich gemeinsam mit dem vpod und dem Verband der Assistenz- und Oberärzte VSAO seit Jahren gegen die Aufweichung der Pikettdienstregelung. Sie besagt, dass zu Hause verbrachte Pikettzeit als Arbeitszeit zu gelten hat, wenn vom Arbeitnehmer verlangt wird, dass er innert 30 Minuten einsatzbereit am Arbeitsort ist. Massiv gestützt wird er dabei durch ein Rechtsgutachten von Thomas Geiser, Dozent für Arbeitsrecht und Bundesrichter, der Pikettdienste mit kurzer Einsatzzeit unzweideutig als Arbeitszeit bezeichnet.

Der SBK verfolgt aber ebenfalls wachsam die schleichende Verbreitung weiterer Formen der Arbeit auf Abruf; mit seinen Sektionen kämpft er gegen jede Flexibilisierung der Arbeitszeit, die einseitig zulasten des Personals geht, ohne Rücksicht auf dessen Erholungsbedürfnis und auf dessen familiären und sozialen Verpflichtungen.

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