Infektionskrankheiten

Geschätzte 70‘000 Personen erkranken in Schweizer Spitälern jährlich an Infektionen, ca. 2‘000 sterben daran. 20 bis 50% der Fälle lassen sich mit gezielten Präventions- und Überwachungsmassnahmen verhindern.

Der Bund (Bundesamt für Gesundheit, BAG) hat in dieser Hinsicht die Mission, die Bekämpfung der übertragbaren Krankheiten, die eine Gefährdung der öffentlichen Gesundheit in der Schweiz darstellen, zu bekämpfen. Dies in Zusammenarbeit mit den Kantonen, den internationalen Gesundheitsbehörden und weiteren Partnern; mit den hauptsächlichen Themen wie Masern, saisonale Grippe, Impfungen, Zeckenübertragene Krankheiten, Humane Papillomaviren (HPV) und Infektionsdiagnostik.

Schwerpunkte

Spital- und Pflegeheiminfektionen bekämpfen

Die Zahl der Spital- und Pflegeheiminfektionen in der Schweiz soll sinken. Das ist das Ziel der nationalen Strategie NOSO (Nationale Strategie zur Überwachung, Verhütung und Bekämpfung von therapieassoziierten Infektionen).
Link BAG 

Bei der Erarbeitung des Strategieentwurfes waren die Kantone, wie auch die Vertretungen der Spitäler, Pflegeheime, Ärzteschaft und des Pflegepersonals (SBK) miteinbezogen. Voraussichtlich Ende Dezember 2015 soll der Antrag an den Bundesrat erfolgen. Mit der Umsetzung soll bereits 2016 beginnen werden.

Der SBK hat mit seiner Stellungnahme vom 14.09.2015  an das BAG die Strategie NOSO vollumfänglich befürwortet.

Observatorium Infektionskrankheiten SBK

Das Observatorium Infektionskrankheiten ist eine im Jahr 2002 gegründete Kommission, die den Zentralvorstand und andere Organe des SBK berät.

Das Observatorium hat die Aufgabe, Entwicklungen übertragbarer Infektionskrankheiten, wie Hepatitis, HIV, Tuberkulose, Influenza, SARS sowie multiresistenter Keime und der Antibiotikaresistenz, zu beobachten. Diese können einen direkten Einfluss auf das Wohl und die Sicherheit der Patienten, wie auch die Sicherheit des pflegenden Personals haben.
Dabei kann das Observatorium auch Empfehlungen formulieren, die sich mit der Prävention und dem Schutz der Bevölkerung und des Personals im Falle einer gefährlichen, die öffentlichen Gesundheit gefährdenden Bedrohung, befassen. Das Observatorium trifft sich 3x jährlich zum Austausch und Positionssetzung.

Mitglieder der Kommission

  • Carlo Colombo, Präsident
  • Laure Lalive
  • Sonja Vincent-Suter

Kontakt

Roswitha Koch, Leitung Abteilung Pflegeentwicklung, und Andrea Oppliger (Sekretariat)

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«Krankenpflege»