Neues Coronavirus: Schutzmassnahmen für Gesundheitsfachpersonen und besonders gefährdete Personen

-> Diese Seite ist ein Kopie der entsprechenden Webseite des BAG (Stand 18.3.2020)

Aufgrund der weltweiten Verbreitung von SARS-CoV-2 ist Schutzmaterial (Masken, Brillen, Überschürzen, Handschuhe) momentan schlecht erhältlich. Deshalb muss mit Schutzmaterial sorgsam umgegangen werden. Es soll primär zum Schutz von Gesundheitsfachpersonen, die Patienten behandeln sowie zum Schutz besonders gefährdeter Personen eingesetzt werden. 

Die Hygiene- und Verhaltensregeln der Kampagne «So schützen wir uns» für die Bevölkerung gelten auch für Gesundheitsfachpersonen. Die Kampagnenmaterialien können heruntergeladen und bestellt werden unter: www.bag-coronavirus.ch

Schutzmassnahmen im Gesundheitsbereich

Die Vorsorgemassnahmen für einen hospitalisierten Patienten mit begründetem Verdacht oder mit einer bestätigten COVID-19 befinden sich auf der Internetseite von Swissnoso: www.swissnoso.ch

Derzeit bekannte Hauptübertragungswege des neuen Coronavirus

  • Bei engem und längerem Kontakt: Wenn man zu einer erkrankten Person länger als 15 Minuten weniger als 2 Meter Abstand hält.
  • Durch Tröpfchen: Niest oder hustet die erkrankte Person, können die Viren direkt auf die Schleimhäute von Nase, Mund oder Augen von anderen Menschen gelangen.
  • Über die Hände: Ansteckende Tröpfchen aus Husten und Niesen können sich an den Händen befinden. Sie gelangen an Mund, Nase oder Augen, wenn man diese berührt.

Schutzmasken

Das BAG empfiehlt die Verwendung einer Hygienemaske (chirurgische Maske, OP-Maske) für:

Gesundheitsfachpersonen,

  • die Personen mit laborbestätigten COVID-19 untersuchen, pflegen und beraten und dabei ein Mindestabstand von 2 Meter nicht einhalten können;
  • die Personen mit Symptomen einer akuten Erkrankung der Atemwege (Husten und/oder Fieber) untersuchen, pflegen oder beraten und dabei ein Mindestabstand von 2 Meter nicht einhalten können.

Das BAG empfiehlt die Verwendung einer FFP2/3-Maske für:

Direkt exponiertes medizinisches Spitalpersonal bei Tätigkeiten mit grossem Risiko der Aerosolbildung (zum Beispiel Bronchoskopie, Reanimation, Absaugen mit offenem System, Nicht-invasive Beatmung) bei Personen mit begründetem Verdacht oder laborbestätigtem COVID-19

  • das Tragen der FFP2-Maske ist bis 30 Minuten über die aerosol-generierende Massnahme hinaus, und solange die erkrankte Person während dieser Zeit im Raum ist, empfohlen.
  • FFP2-Masken können von einem Mitarbeitenden während einer ganzen Schicht getragen werden.

Richtige Verwendung der Hygienemasken

  • Waschen Sie sich vor dem Anziehen der Maske die Hände mit Wasser und Seife oder mit einem Desinfektionsmittel.
  • Setzen Sie die Hygienemaske vorsichtig auf, so dass sie Nase und Mund bedeckt, und ziehen Sie sie fest, so dass sie eng am Gesicht anliegt.
  • Berühren Sie die Maske nicht mehr, sobald Sie sie aufgesetzt haben. Waschen Sie sich nach jeder Berührung einer gebrauchten Hygienemaske, z. B. beim Abnehmen, die Hände mit Wasser und Seife oder mit einem Desinfektionsmittel.
  • Hygienemasken können für mindestens 2 bis 4 Stunden (bis zu 8 Stunden) getragen werden, auch wenn sie feucht sind.
  • Dann ersetzen Sie sie durch eine neue, saubere und trockene Hygienemaske.
  • Einweg-Hygienemasken dürfen nicht wiederverwendet werden.
  • Werfen Sie die Einweg-Hygienemasken nach jeder Verwendung sofort nach dem Ausziehen weg.

Schutzhandschuhe, Überschürzen und Schutzbrillen

Das BAG empfiehlt die Verwendung von Schutzhandschuhen und Überschürzen für:

  • Gesundheitsfachpersonen, die Personen mit begründetem Verdacht oder laborbestätigtem COVID-19 untersuchen oder pflegen und dabei ein Mindestabstand von 2 Meter nicht einhalten können.

Das BAG empfiehlt die Verwendung eines Augenschutzes bzw. das Tragen einer Schutzbrille für:

  • Gesundheitsfachpersonen, die bei Personen mit Symptomen einer akuten Erkrankung der Atemwege (Husten und/oder Fieber) einen Abstrich aus Nasen- und Rachenraum für die Untersuchung auf SARS-CoV-2 durchführen
  • Direkt exponiertes medizinisches Spitalpersonal bei Tätigkeiten mit grossem Risiko der Aerosolbildung (zum Beispiel Bronchoskopie, Reanimation, Absaugen mit offenem System, Nicht-invasive Beatmung) bei Personen mit begründetem Verdacht oder bestätigtem COVID-19

Schutzmassnahmen für besonders gefährdete Personen

Bei der Bekämpfung der Ausbreitung des neuen Coronavirus steht der Schutz der Gesundheit von besonders gefährdeten Personen im Fokus. Sie haben ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe. Für besonders gefährdete Personen gelten neben den Hygiene und Verhaltensregeln der Kampagne «So schützen wir uns» weitere Schutzmassnahmen:

  • Besuche von Familie, Freunden und Bekannten sollten auf das absolute Minimum reduziert werden. Wenn Personen zu Besuch sind, sollen sie Abstand halten und die Hygieneregeln strikt einhalten.
  • Soweit möglich, keine öffentlichen Verkehrsmittel nutzen.
  • Öffentliche Veranstaltungen (Theater, Konzerte, Sportanlässe) meiden.
  • Kontakte mit erkrankten Personen vermeiden.

Wer ist besonders gefährdet und muss besonders geschützt werden?

Besonders gefährdete Personen haben ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe. Dazu zählen vor allem ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen. Die folgenden Personengruppen sollen deswegen besonders geschützt werden:

Personen ab 65 Jahren

Personen aller Altersgruppen, die insbesondere folgende Erkrankungen aufweisen

  • Atemwegserkrankungen, die chronisch sind
  • Bluthochdruck
  • Diabetes
  • Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Krebs

Weiterführende Themen

Dokumente für Gesundheitsfachpersonen

Hier finden Sie die aktuellen Dokumente mit Empfehlungen und Informationen sowie die wichtigsten Links.

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