Informationen COVID-19

Freiberufliche Pflegefachpersonen finden Informationen zu Covid-19 auf der Webseite von Curacasa

Aktuelle Informationen

Newsletter Freiberufliche Dezember 2019

Themen: Verordnungsänderung KLV 7 per 1.1.2020; Kantonale Restfinanzierung, Patientenbeteiligung OKP; MiGeL: Verhandlungen mit Kantonen; MiGeL: Bundesrat schlägt einheitliche Lösung vor

Verordnungsänderung KLV 7

Entscheide aus dem Bundesrat und die Auswirkungen auf die freiberuflichen Pflegefachpersonen:

Neben der Beitragssenkung um 3.6% (vgl. Newsletter 7/19) hat das EDI entschieden, dass die Leistungen aus dem KLV 7 zwar wie bisher verordnet, KLV-A und KLV-C Leistungen jedoch künftig vom Arzt bzw. der Ärztin nach der Quantifizierung nicht mehr mit Unterschrift genehmigt werden müssen. Für die KLV-B-Leistungen braucht es nach wie vor die Unterschrift. Konkret: Der Umfang der A- und C-Pflegeleistungen muss nicht mehr vom Arzt unterschrieben werden.

Dies ist zwar für die Anerkennung der Selbständigkeit der Pflege ein Schritt in die richtige Richtung, allerdings bringt dies leider keine Vereinfachung der bestehenden Prozesse.
Die Formulare sind Bestandteil des Administrativvertrags und müssen in den bevorstehenden Verhandlungsrunden besprochen und mit den Versicherern konsolidiert werden. Sobald eine Veränderung von allen Seiten angenommen wird, werden Sie als LeistungerbringerInnen und Ihre Softwareanbieter umgehend informiert.

Bedarfsermittlung / Ärztliche Anordnung:

1. Sie verwenden das Bedarfsabklärungsformular / Ärztliche Verordnung aus ihrer Software wie bis anhin, bis eine verbindliche Regelung in den Administrativvertägen vorliegt. Über eine solche informieren wie Sie rechtzeitig.
2. Die Höchstdauer für ambulante Pflegeleistungen wird auf neun Monate erhöht (Art. 8, Abs.2)

Tarife KLV 7 ab 01.01.2020:

Der Spitex Verband Schweiz (SVS) hat mit dem BAG die Rundung des Tarifs angesprochen, da dieser bei einer nicht korrekten Programmierung zu erheblichen Verlusten führen kann.
Die Softwareanbieter VeruA und die Ärztekasse wurden über die Tarifänderung der KLV-Leistungen und deren Rundungen im Rappenbereich vom SBK Schweiz informiert. Ihr Softwareanbieter informiert sie, ob diese Anpassungen schon ab 01.01.2020 programmiert werden können.
Auf der Webseite des SBK Schweiz wird Mitte Januar die neue Version des Rechnungsformulars aufgeschaltet. Weitere Informationen finden Sie unter diesem Link.

Kantonale Restfinanzierung:

Der SBK Schweiz hat mit im Zusammenhang mit der Senkung der Beiträge in der KLV-Änderung und der tieferen Patientenbeteiligung (siehe unten) die kantonalen Gesundheitsämter angeschrieben, mit der Forderung, die entstehende Finanzierungslücke vollumfänglich zu kompensieren.
Von fast allen Kantonen sind offizielle Schreiben mit einer Garantie zur Finanzierung eingegangen.
Unter folgendem Link finden Sie das Schreiben Ihres Wohnkantons.

Patientenbeteiligung max. 20% des OKP Beitrags:

Die Patientenbeteiligung wird von den Kantonen geregelt. Sie beträgt neu max. 15.35 CHF (aktuell 15.95 CHF). Den festgelegten Betrag der Patientenbeteiligung erfahren Sie bei den kantonalen Gesundheitsämtern oder bei Ihrer SBK-Sektion.

Die genannte Verordnungsänderung des EDI beinhaltet ebenfalls Qualitätsindikatoren, welche zurzeit Gegenstand von Verhandlungen sind. Die Ergebnisse werden Ihnen zu gegebener Zeit kommuniziert.

MiGeL:

Die kantonalen Verhandlungen durch die Sektionen haben leider nicht überall die gewünschten Ergebnisse gebracht. Die Taskforce Pflegematerial hat die kantonalen Lösungen in diesem Tool zusammengefasst.

Aufgrund von Betreibungen (bei Gemeinden) und daraus folgenden Terminen beim Friedensrichter waren für die Freiberuflichen Erfolge zu verzeichnen. Sollten Sie Fragen zum Vorgehen bei Betreibungsverfahren haben, steht Ihnen Patrick Bindschedler vom Safw gerne zur Verfügung (p.bindschedler(at)safw.ch). WundexpertInnen und andere Interessierte finden auf https://www.safw.ch/ weitere Informationen.
Aufgrund der gesetzlichen Grundlagen gibt es keine Möglichkeit, mit einzelnen Versicherungen Sonderlösungen auszuhandeln.
Aktuelle Infos werden im Dezember 2019 auf der Webseite des SBK Schweiz aufgeschaltet.

MiGeL: BR schlägt einheitliche Lösung vor

Es besteht Hoffnung, dass bezüglich MiGeL eine Lösung in Sicht ist. Nach 2 Jahren will der Bundesrat eine schweizweit einheitliche Vergütung für das Pflegematerial einführen. Künftig sollen die Krankenversicherer die Finanzierung des Pflegematerials unabhängig davon übernehmen, ob die Anwendung direkt durch Patientinnen und Patienten, eine nichtberuflich mitwirkende Person oder eine Pflegefachperson erfolgt. Diese Regelung soll im Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG) verankert werden. Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 6.12.2019 einen entsprechenden Vernehmlassungsentwurf verabschiedet: https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-77388.html


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