Aktuell

07.11.2018

Zum Jahrestag der Einreichung der eidgenössischen Volksinitiative für eine starke Pflege machten in acht Schweizer Städten hunderte Freiwillige symbolisch auf den Fachkräftemangel in den Pflegeberufen aufmerksam, während (...)
Mehr

25.10.2018

Der SBK äussert sich in der Vernehmlassung gegen geplante Änderungen der Krankenpflege-Leistungsverordnung KLV. Eine Senkung der Krankenkassenbeiträge an die Spitex läuft der Strategie ambulant vor stationär zuwider und verstärkt (...)
Mehr

«Krankenpflege»

Bildungspolitik

Nachträglicher Erwerb des Fachhochschultitels (NTE) in Pflege

Informazioni in italiano

Seit dem 1. Januar 2015 können Pflegefachpersonen nachträglich den Fachhochschultitel beantragen.

Hier finden Sie die wichtigsten Informationen dazu (Stand 13. Februar 2015)

weiterlesen

1.    Ziel des nachträglichen Fachhochschultitels.

Mit dem nachträglich verliehenen Fachhochschultitel (Bachelor) soll es Pflegefachpersonen mit einem altrechtlichen Schweizer Pflegediplom, z.B. KWS, PsyKP, AKP oder DNII, ermöglicht werden, Studium (MSc) im Fachhochschulsystem zu absolvieren, etwa weil sie eine Tätigkeit als Advanced Practice Nurse APN, in der Lehre oder in der Forschung anstreben.

2.    Weiterbildungen, die Anrecht auf den NTE geben:  

Das SBFI (Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation) hat die Ausbildungen definiert, die Anrecht auf den NTE geben (zu finden unter diesem Link: https://www.titelumwandlung.ch/nachtraeglicher-titelerwerb)

Im Wesentlichen handelt es sich dabei um:

  • Schweizer Pflegediplom + Höhere Fachausbildung Pflege Stufe 2 (HöFa II).
  • Schweizer Pflegediplom + Höhere Fachausbildung Pflege Stufe 1 (HöFa 1, zertifiziert von SBK, WE’G, Kaderschule, u.a.) + ein Nachdiplomkurs auf Hochschulstufe oder eine gleichwertige Weiterbildung im Umfang von 200 Stunden oder 10 ECTS.

Bezüglich der Definition von „Nachdiplomkurs auf Hochschulstufe oder eine gleichwertige Weiterbildung im Umfang von mind. 200 Stunden oder 10 ECTS“ ist der SBK mit dem SBFI im Gespräch.

Ausländische Pflegediplome sind zum NTE leider nicht zugelassen, unabhängig davon ob sie vom SRK anerkannt wurden oder nicht. 
(Anpassungen bei den Berufstiteln aufgrund von Änderungen des Bildungssystems oder der Reglementierung von Ausbildungen können nur durch den Staat, der diese Titel erteilt hat, durchgeführt werden (Schweizer Gesetz regelt Schweizer Diplome; Deutsches Gesetz regelt deutsche Diplome).

3.    Erforderliche anerkannte Berufpraxis

Bezüglich der erforderlichen anerkannten Berufspraxis von mindestens zwei Jahren im einschlägigen Berufsfeld gilt nicht nur die Berufspraxis als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann in einer Institution des Gesundheitswesens, sondern auch die Tätigkeit in Lehre, Management oder Forschung, insofern sich diese auf der Pflege bezieht.

4.    Frist für die Einreichung des Dossiers
Die vom SBFI festgelegt Friste, um das Dossier einzureichen, läuft bis 2025.

 

–> Wenn Sie die notwendigen Bedingungen erfüllen
Reichen Sie Ihr Dossier ein. Alle Informationen finden Sie unter diesem Link: 

https://www.sbfi.admin.ch/sbfi/de/home/hs/hochschulen/koordination-hochschulbereich/nachtraeglicher-erwerb-des-fachhochschultitels--nte-.html

 

–> Wenn Sie die notwendigen Bedingungen nicht erfüllen:
Wenn Sie ein Schweizer Pflegediplom besitzen und mehrere zertifizierte Weiterbildungen (auf FH und / oder HF Stufe) absolviert haben, die jedoch nicht vollständig den Anforderungen entsprechen und Sie ernsthaft ein Studium zum Master (MSc) absolvieren möchten: 
Überlegen Sie sich, ob Sie ihr Dossier dennoch einreichen wollen. Der SBK ist bereit, zwei bis drei Personen mit aussichtsreichen Dossiers nach einer Ablehnung im Sinne eines Präzedenzfalls bei einem Rekurs auf dem Rechtsweg zu unterstützen.

–> Bitte reichen Sie Ihr Dossier jetzt nicht ein, wenn Sie nicht beabsichtigen, bald ein Masterstudium zu beginnen. Der SBK ist mit dem SBFI im Gespräch und eine Flut an Dossiers würde diese Diskussionen unnötig belasten.

Zudem gilt:

  • Die altrechtlichen Titel behalten ihre Gültigkeit, ohne zeitliche Begrenzung
  • Die unter Punkt 1 genannten altrechtlichen Diplome berechtigen zum Führen des Titels dipl. Pflegefachfrau HF/dipl. Pflegefachmann HF, ohne weitere Anforderungen
  • Es gibt keine Verpflichtung, den FH-Titel zu beantragen

NTE in Pflege: Informationen (April 2015)

Gemüss unseren Informationen tritt das SBFI wiederholt auf gewisse Gesuche nicht ein, kombiniert mit dem informellen Angebot (per Mail oder Telefon), das Gesuch zurückzuziehen.
Diese Vorgehensweise ist für uns alles andere als zufriedenstellend. Denn von den Antragstellern zurückgezogene Gesuche werden in keiner Statistik erscheinen und können deshalb nicht zur Begründung von allfälligen Rekursen oder als Rechtfertigung für eine Überarbeitung der Verordnung verwendet werden.

Aus diesen Gründen raten wir Ihnen folgendes resp. möchten Sie zu Folgendem auffordern:

  • Verlangen Sie einen schriftlichen, ausführlich begründeten Beschluss über Ihren Antrag.
  • Stellen Sie uns diesen sofort nach Erhalt zu und
  • Senden Sie uns dazu eine sehr kurze Zusammenfassung über Ihr Diplom in Pflege, validierte und abgeschlossene Nachdiplom-Weiterbildungen sowie über die letzten Jahre Ihrer Berufserfahrung (sowie eventuell eine Kopie Ihres Antragformulars)

Kosten

Die Kosten des schriftlichen Beschlusses des SBFI sollten von dem abhängen, was Sie beantragt haben (Titel, Diplom oder mit Diplomzusatz). Das SBFI sollte  aber nicht mehr verlangen als CHF 100.— («Bearbeitungsgebühr Gesuch NTE CHF 100.— » gemäss Merkblatt).

Diese CHF 100.— gehen auf Ihre eigenen Kosten.

Anscheinend wurde teilweise erwähnt, dass bei einem Rekurs auf Ebene Bundesverwaltungsgericht 800 Franken zu bezahlen sind. Dieser Betrag wird erst später, nämlich bei einem effektiven Rekurs fällig.

Der SBK wird diese Kosten für die 1 bis 3 beispielhaften Fälle übernehmen, die bei einem Rekurs unterstützt werden. Alle anderen Dossiers werden bei einem Rekurs von einer aufschiebenden Wirkung profitieren (im Sinne eines Präzedenzfalls).

Wie Sie weiter vorgehen wollen, obliegt selbstverständlich Ihrer eigenen Entscheidung.

Weitere Meldungen zum Thema

NTE: Der SBK kämpft weiter (13.5.2016)

Sechs Rekurse eingereicht (20.10.2015)

Medienmitteilung vom 16.1.2015

Präzisierungen zum NTE vom 20.1.2015

NTE: Diskriminierunde Verordnung tritt in Kraft (19.12.2014)

NTE Vernehmlassung beendet (24.6.2014)

Vernehmlassungsantwort des SBK (15.4.2014)

NTE in Pflege: Inakzeptabler Vorschlag des SBFI (30.1.2014)