Stellungnahme des SBK zum Paket 2 der Massnahmen zur Kostendämpfung

Der Bundesrat will mit verschiedenen Massnahmen das Wachstum der Gesundheitskosten dämpfen. Der SBK hat zum zweiten Paket Stellung genommen. Er würde die Stärkung der Grundversorgung eigentlich begrüssen, bedauert aber, dass dies im Rahmen einer Kostendämpfungsvorlage vorgeschlagen wird.

Der SBK sieht die Notwendigkeit, die Kosten im Gesundheitswesen zu dämpfen. Er versteht jedoch nicht, weshalb die Grundversorgung Teil des Kostendämpfungspaketes sein soll. Die Stärkung der pflegerischen, ärztlichen und therapeutischen Grundversorgung ist eine wichtige Massnahme, um die Kosten Gesundheitswesens in den Griff zu bekommen und weiterhin eine gute Qualität zu garantieren. Dazu gilt es Gesundheitsförderung, Prävention und die Stärkung des Selbstmanagements der Patientinnen und Patienten zu fördern. Diese Aspekte wurden in der Vorlage zu wenig berücksichtigt.

Für dem SBK ist nicht nachvollziehbar, weshalb sowohl Netzwerke zur koordinierten Versorgung als auch die vorgeschlagene Erstberatungsstelle ausschliesslich durch eine Ärztin oder einen Arzt geleitet werden sollen. Damit torpediert man die interprofessionelle Zusammenarbeit und übernimmt wieder das veraltete "Gate Keeper" System, das nicht mehr zeitgemässe Hierarchien zementiert. Internationale Erfahrungen zeigen, dass beispielsweise auch Pflegeexpertinnen APN diese Aufgabe übernehmen können.

 

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