State of the World’s Nursing Report erschienen

Anlässlich des heutigen Weltgesundheitstages veröffentlichte die Weltgesundheitsorganisation den ersten Bericht über die Situation der Pflege auf der Welt. Der Bericht betont die zentrale Rolle der professionellen Pflege für die Erreichung der globalen Gesundheitsziele und fordert verstärkte Investitionen in die Pflege.

Ausgerechnet im internationalen Jahr der Pflegefachpersonen und Hebammen sehen sich die Gesundheitssysteme aufgrund der Covid-19-Pandemie vor immense Herausforderungen gestellt. Pflegefachpersonen leisten einen vitalen Beitrag, um diese Krise zu meistern. Es zeige sich gerade in der aktuellen Situation, dass die Welt darauf angewiesen ist, dass die Pflegefachpersonen ihre Kompetenzen in vollem Umfang anwenden können.

Der Bericht fordert von den Regierungen und allen relevanten Entscheidungsträgern

  • massive Investitionen in eine verstärkte Ausbildung, um den globalen und lokalen Pflegebedarf zu decken, sich an den technologischen Fortschritt anzupassen und integrierte Versorgungsmodelle weiterzuentwickeln,
  • die Schaffung von mindestens 6 Millionen Arbeitsstellen, vor allem in den Ländern mit tiefem und mittlerem Einkommen, um den drohenden globalen Personalmangel abzuwenden und die global ungleiche Verteilung von Pflegefachpersonen anzugehen,
  • die Stärkung von pflegerischem Leadership, um sicherzustellen, dass die Pflegefachpersonen in Entscheidungen auf der Ebene der Gesundheitssystemen einbezogen werden und zur Effizienz der Gesundheits- und Sozialsysteme beitragen können. Dazu gehört inbesondere die Schaffung der Position einer Chier Nurse Officer.

Der Bericht betont, dass Investitionen in die professionelle Pflege nicht nur zur Erreichung der gesundheitsbezogenen nachhaltigen Entwicklungsziele (SDG) beiträgt, sondern auch zu Verbesserungen in den Bereichen Bildung, Gender, Arbeit und Wirtschaftswachstum. 

Für den SBK untermauert der Bericht die Forderungen der Pflegeinitiative: «Wir müssen sicherstellen, dass die Schweiz genügend Pflegefachpersonen ausbildet, dass dafür gesorgt wird, dass die ausgebildeten Fachpersonen im Beruf bleiben und dass ihre Kompetenzen anerkannt und genutzt werden. Der Mangel an Pflegefachpersonen ist ein globales Problem, dass sich in den kommenden Jahren massiv verstärken wird. Wie fragil auch vermeintlich hochstehende Gesundheitssysteme sind, weil die Fachpersonen fehlen, zeigt sich aktuell leider nur allzu deutlich», sagt Roswitha Koch, Leiterin der Abteilung Pflegeentwicklung und Internationales des SBK.

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