12. Mai Tag der Pflege «Unsere Pflege für Ihre Gesundheit»

Am internationalen Tag der Pflege machen die Pflegefachpersonen die Bevölkerung auf die zentrale Bedeutung ihres Berufs für ein funktionierendes Gesundheitssystem aufmerksam.

Diplomierte Pflegefachpersonen leisten einen immensen Beitrag zur Gesundheitsversorgung. Aufgrund der demografischen Entwicklung mit mehr älteren, chronisch- und zum Teil mehrfacherkrankten Menschen wird der Pflegebedarf in Zukunft stark ansteigen. Ihre Versorgung ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die nur gut ausgebildetes Pflegefachpersonal in genügender Zahl leisten kann. Dank ihrer fundierten Ausbildung sind die Pflegefachpersonen für diese Aufgabe gerüstet. Sie können wesentlich dazu beitragen, dass diese Menschen trotz Krankheit eine hohe Lebensqualität geniessen.

Doch der Kostendruck auf das Gesundheitswesen ist gross. Kantone und Gesundheitsinstitutionen setzen auf Sparmassnahmen, die sich direkt auf die bereits jetzt teilweise prekären Arbeitsbedingungen der Pflegefachpersonen auswirken. Das ist eine Gefahr für die Patientinnen und Patienten: Internationale Studien zeigen unter anderem, dass in Spitälern, in denen zu wenig Pflegefachpersonal arbeitet, nicht nur das Risiko für Spitalinfektionen steigt, sondern schlimmer noch: Mit jedem zusätzlichen Patienten, den eine Pflegefachperson betreuen muss, steigt die Mortalitätsrate um 7% bis 9%.

Zum Tag der Pflege fordert der SBK im Namen der rund 75 000 dipl. Pflegefachpersonen

  • Arbeits- und Ausbildungsbedingungen, die den Pflegeberuf attraktiver machen, (Autonomie, Wertschätzung, Lohn in und nach der Ausbildung, Ferien und Freizeit etc.)
  • eine qualitativ hochstehende Ausbildung mit genügend Ausbildungsplätzen.
  • Anstellungsbedingungen, welche die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen (Kinderbetreuung, Teilzeitarbeit etc.)
  • und nicht zuletzt die rechtliche Anerkennung ihrer Kompetenzen. Die nationale Politik kann dafür mit einer Annahme der parlamentarischen Initiative«für die gesetzliche Anerkennung der Verantwortung der Pflege» wichtige Weichen stellen.

 

Zitate:

Alain Berset, Bundesrat:

«Alle gesundheitspolitischen Strategien nützen nichts, wenn wir nicht genügend gut ausgebildetes Pflegefachpersonal haben. Um mehr Interessierte zu finden, müssen wir das Berufsbild verbessern und attraktiver machen.»

Simon Enzler, Kabarettist:

«Eine gute Pointe ist Balsam für Körper und Geist! Professionelle Pflege auch! – Lachen sei gesund – professionelle Pflege ist es bestimmt!»

Pierre Théraulaz, Präsident SBK:

«Um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern, braucht es sehr gut ausgebildete Pflegefachpersonen. Verschiedene Modelle im Ausland zeigen, dass sie in der Grundversorgung eine führende Rolle übernehmen können. Auch in der Schweiz ist dies notwendig. Ein eigenverantwortlicher Bereich der Pflege ist dafür aber unerlässlich.»

Barbara Gassmann, Vizepräsidentin SBK:

«Damit genügend Junge in den Pflegeberuf einsteigen, braucht es motivierte und zufriedene Pflegefachpersonen, die ihren Beruf aus vollster Überzeugung weiterempfehlen. Die besten Botschafterinnen für unseren Beruf sind die Pflegefachpersonen selbst.»

Yvonne Ribi, Geschäftsführerin SBK:

«Die Arbeitgeber haben es in der Hand; sie können den Pflegeberuf attraktiver machen, indem sie die Anstellungsbedingungen der Pflegefachpersonen verbessern. Zudem sollten frauenfreundliche Anstellungsbedingungen in unserem typischen Frauenberuf eine Selbstverständlichkeit sein.»

 

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