Proteste in der Türkei

Im Verlauf der Proteste in türkischen Städten wurden Ärzte und Pflegende verhaftet, die sich um Verletzte kümmerten. Der SBK hat bei verschiedenen Stellen protestiert.

Den Gesundheitfachleuten drohen rechtliche Schritte. Ausserdem wurden Notlazarette mit Tränengas und Wasserwerfern beschossen und die Hilfe für verletzte Personen durch Polizeikräfte blockiert. Auch sei den Wasserwerfern flüssiges Pfeffergas beigefügt worden, das zu schlimmen Verätzungen und Verbrennungen führt.

Der SBK hat sich entschlossen, beim türkischen Premierminister Erdogan schriftlich zu protestieren. Ausserdem wurde Aussenminister Didier Burkhalter sowie Peter Maurer vom IKRK dazu aufgefordert, ihre Beziehungen einzusetzen und die türkischen Autoritäten darauf aufmerksam zu machen, dass die medizinische und pflegerische Versorgung der verletzten Menschen unter allem Umständen gewährleistet bleiben muss.

Es ist die ethische Pflicht von Pflegefachpersonen, sich um alle Menschen zu kümmern, die Hilfe benötigen, unabhängig von Geschlecht, sozialem Status, politischem oder religiösen Hintergrund und unabhängig von den Umständen, die dazu geführt haben, dass jemand verletzt ist.

Ausserdem stellt das Vorgehen der Polizei gegen die freiwilligen Helfer einen massiven Verstoss gegen grundlegende humanitäre Prinzipien dar, abgesehen davon, dass mit übertrieben gewalttätigen Mitteln gegen die Menschen vorgegangen wird, die sich friedlich für demokratische Rechte einsetzten. 

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