Newsletter vom 20. März 2020: COVID-19 und Freiberuflichkeit

Wichtigste Informationen im Zusammenhang mit der Covid-Pandemie

Der SBK und Curacasa sind in diesen Tagen unablässig dabei, auf verschiedenen Ebenen Abklärungen zu treffen, Vorstösse zu machen und an praxistauglichen Lösungswegen und Handlungsempfehlungen für die Freiberuflichen zu arbeiten.
Zur Zeit können wir noch nicht zu allen Anfragen klare Antworten geben. Aktualitäten finden Sie jeweils auf der Webseite des SBK mit Links, welche für Sie von Nutzen sind. Dort ist auch die Webseite des BAG mit Informationen für Gesundheitfachpersonen verlinkt.
Der SBK gibt keine Lagebeurteilung ab; die Informationshoheit obliegt dem BAG, beziehungsweise den kantonalen Behörden.
Hier die wichtigsten Fragen, Antworten und Informationen zu diversen Themen rund um den Alltag mit COVID-19.
 
Material: Masken, Desinfektionsmittel
Mit Hochdruck erarbeiten die Sektionen mit den kantonalen Behörden Lösungswege zur Materialbeschaffung für die Freiberuflichen.
Um diese wertvolle Arbeit zu unterstützen, hat der SBK die kantonalen Gesundheitsdepartemente, Kantonsapotheker und Kantonsärzte aufgefordert, den  Zugang zu Hygienemasken auf der Basis der BAG-Empfehlungen für alle in der ambulanten Pflege Tätigen sicher zu stellen.
 
Kantonale Informationen zur Abgabe von Material, Vorgaben der Kantonsärzte:
In Zusammenarbeit mit Curacasa hat der SBK auf der Webseite von Curacasa eine COVID-19 Seite ingerichtet. Ein adäquates Ressourcenmanagement für Anfragen aus der Freiberuflichkeit kann so gewährleistet werden.
Diese Seite ist allen Freiberuflichen zugänglich! Die Informationen sind aktuell, gebündelt und übersichtlich geordnet.
 
Einsätze, Interventionen und Sicherheitsvorkehrungen:
Wir bitten dringlichst, die Richtlinien des BAG und der Kantonsärzte bezüglich Sicherheits- und Schutzvorkehrungen einzuhalten.
Die ambulante Versorgung von Patient/innen soll weiterhin gewährleistet sein, wo Behandlungen und Grundversorgung sichergestellt werden müssten.
Die Einsätze und Interventionen sind nach Dringlichkeitsprinzip und Risiko Assessmenteinzuschätzen. Die Verpflichtung, die Weiterverbreitung des Virus einzudämmen und andererseits die notwendigen Einsätze durchzuführen, bedarf einer wohlüberlegten, professionellen, fachlich fundierten Entscheidung der einzelnen Fachpersonen. Die Behandlungen und die notwendige Grundversorgung sollen unter strikter Einhaltung der vorgeschriebenen Schutz- und Sicherheitsmassnahmen durchgeführt werden.
Falls aktuell keine Schutzmasken zur Verfügung stehen, soll mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden, ob und wie die Behandlung durchgeführt werden kann.
 
Ablösung von erkrankten Pflegefachpersonen:
Erkrankte Freiberufliche sind angehalten, mit ihrem Netzwerk Ablösungen zu organisieren, damit die Kontinuität der Dienstleistungen sichergestellt werden kann.
 
Einkommensverlust durch Absage von Einsätzen:
• Der SBK als Berufsverband kann den Freiberuflichen das Unternehmensrisiko nicht abnehmen und allfällige Einkommensausfälle kompensieren. Angestrebt und vom SBK gefordert werden, wie für alle von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie betroffenen KMU, finanzielle Hilfeleistungen des Bundes.
• Gewisse Gesundheitsdepartemente haben mit Freiberuflichen Kontakt aufgenommen, um sie bei Bedarf rekrutieren zu können. Ein eventueller Ausfall von Einkünften könnte durch eine temporäre Anstellung in Institutionen oder Organisationen kompensiert werden.
• Der SBK und Curacasa sind daran, Mandatsvereinbarungen und Stundenansätze zu erarbeiten.
• Bei persönlicher Erkrankung ist mit der Taggeldversicherung Kontakt aufzunehmen.
 
Vorstösse bei Vertragspartnern, Tarifsuisse, HSK und CSS:
• Der SBK hatte telefonischen Kontakt mit den oben genannten Vertragspartnern zu Art. 5 Abs.5 des Administrativvertrags in Bezug auf allfällige Vertretungen in der aktuellen Krisensituation. 
Dies damit die Freiberuflichen bei Ablösungen im Krankheitsfall oder bei Zusammenarbeit mit Spitex Organisationen ihre Leistungen vergütet erhalten, auch wenn die entsprechende ZRS Nummer nicht auf dem Bedarfsmeldeformular steht.
• Einige Freiberufliche haben sich entschieden, telefonische oder Skype Konsultationen zu installieren. Diese sind zur Zeit keine Leistungen, welche über die OKP abgerechnet werden können. Auch diesbezüglich ist eine anfrage des SBK bei den Versicherern hängig.
Der SBK kann nicht garantieren, dass die oben beschriebenen Anträge so angenommen und die Leistungen entsprechend verrechnet werden können. Antworten und Entscheide diesbezüglich werden auf den Webseiten von SBK und Curacasa zeitnah aufgeschaltet.
 
Wir empfehlen weiter:
• Sich rigoros an die Hygieneempfehlungen zu halten
• Gelerntes Wissen zu mobilisieren
• Ruhe zu bewahren
• Entscheide besonnen zu treffen
• Auf seine eigene Gesundheit zu achten

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