SBK: Nein zur Initiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache»

Für den SBK wird durch die Initiative der Grundsatz einer fairen Finanzierung des Gesundheitswesens untergraben.

Der Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner SBK lehnt die Volksinitiative „Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache“ ab. Für den SBK wird durch die Initiative der Grundsatz einer fairen Finanzierung des Gesundheitswesens untergraben und sie trägt nicht dazu bei, Kosten zu senken.

Der Zentralvorstand des SBK hat daher aus folgenden Gründen die Nein-Parole beschlossen:

  • Insbesondere sozial und finanziell schwächer gestellte Frauen könnten sich einen Schwangerschaftsabbruch nicht mehr leisten. Diese Frauen würden in den Graumarkt getrieben und durch unseriöse Billigangebote ihre Gesundheit gefährden.

  • Der SBK ist der Meinung, dass nicht die Finanzierung, sondern die Entscheidung für oder gegen den Schwangerschaftsabbruch Privatsache ist. Diesen Entscheid muss die betroffene Frau, bzw. das betroffene Paar fällen.

  • Voraussetzung für die freie Entscheidung der betroffenen Frauen und Paare ist eine gute Beratung sowie eine qualitativ hochstehende pflegerische und medizinische Betreuung und Behandlung.

  • Schwangerschaftsabbrüche machen lediglich 0.03% der Gesundheitskosten aus. Eine Streichung aus dem Leistungskatalog wird daher in keiner Weise zu einer Senkung der Kosten beitragen.

Der SBK setzt sich für eine solidarische obligatorische Grundversicherung ein, die von allen mitgetragen wird. Er wehrt sich entschieden gegen die mit der Volksinitiative angestrebte Schlechterstellung der betroffenen Frauen und Paare.

Seine Mitglieder ruft der SBK auf, das Nein-Komitee zu unterstützen:
www.nein-angriff-fristenregelung.ch

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