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«Krankenpflege»

Taten statt Worte: SBK finanziert Pflegeausbildungen

02. Oktober 2017

Der SBK ist dank der Initiative des Präsidenten der Kobler-Reinfeldt Stiftung Meggen, Herr August Kobler-Reinfeldt, jetzt in der Lage, Ausbildungen in der Pflege zu unterstützen.

Der Fachkräftemangel in der Pflege in Krankenhäusern, Altersheimen und anderen Pflege-Institutionen gefährdet die sichere pflegerische Versorgung der Zukunft.

Konkrete Gegenmassnahmen lassen vielerorts auf sich warten und es ist sogar zu befürchten, dass in der Zukunft ein gewisser Notstand in diesem Gebiet entstehen könnte.

Der Fachkräftemangel im Pflegebereich ist in aller Munde. Die Zahlen zeigen, dass beispielsweise bei den diplomierten Pflegefachpersonen nur 43% des benötigten Personals ausgebildet werden. Die Massnahmen des Bundes und einiger vorbildlicher Kantone genügen bei weitem nicht, um die Situation nachhaltig zu entschärfen. Flächendeckende Massnahmen fehlen. Tatsache ist, dass sich immer wieder Interessenten gegen eine Pflegeausbildung entscheiden, ganz einfach deshalb, weil sie sich  weil sie sich diese aus finanziellen Gründen nicht leisten können. Auch eine weite Bevölkerung in der Schweiz sorgt sich um die zukünftige Entwicklung in der Pflege. Dies zeigen die vielen Unterschriften, die in kürzester Zeit für die Volksinitiative „Für eine starke Pflege“ gesammelt werden konnten.

Die Kobler-Reinfeldt Stiftung hat den dringenden Handlungsbedarf erkannt und geht mit gutem Beispiel voran. Mit der tatkräftigen Unterstützung der Geschäftsführerin des SBK, Frau Yvonne Ribi, wurde ein zweckmässiges System entwickelt, das die konkrete Unterstützung von Auszubildenden und Studierenden im Pflegebereich ermöglicht. Dazu hat die Kobler-Reinfeldt Stiftung einen namenhaften Betrag zur Verfügung gestellt.

Für Helena Zaugg, Präsidentin des SBK ist klar: „Härtefälle, wo weder die Eltern noch die öffentliche Hand die Ausbildung finanzieren können, gibt es viele. Diese Personen gehen heute der Pflege verloren, obwohl sie so dringend benötigt werden“. Mit diesem Projekt, geführt durch den SBK, sollen nun Personen unterstützt werden, die sich die Ausbildung trotz hohem Engagement ohne Unterstützung nicht leisten können. „Unser Projekt wird dafür sorgen, dass fähige Personen in die Pflegeausbildung einsteigen oder ein Diplom erarbeiten können“, ist die Präsidentin Frau Zaugg, überzeugt. Für den SBK ist aber klar, dass die Politik und die Arbeitgeber in der Pflicht stehen. „Der Mangel an Pflegefachpersonen kann flächendeckend nur mit gesetzlich festgelegten Fördermitteln bekämpft werden“, sagt Frau Zaugg.

Folgende Ausbildungen werden nun durch das neue Projekt unterstützt:

  • Eidgenössisches Berufsattest (EBA) AGS
  • Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ, Fachfrau Gesundheit oder Fachfrau Betreuung)
  • Höhere Fachschule Pflege
  • Fachhochschule Pflege (Bachelor), vorausgesetzt, die Antragsteller sind nicht bereits im Besitz eines HF Diploms

Gesuchsformulare und Antragskriterien können hier heruntergeladen werden unter

Die Prüfung der Gesuche erfolgt laufend durch den SBK.

Der jährlich zur Verfügung stehende Gesamtbetrag ist vorerst plafoniert. Herr Kobler ist aber überzeugt: „Dieses wichtige und nützliche Projekt könnte auch von anderen Stiftungen oder Privatpersonen sinnvoll unterstützt werden, um noch mehr junge Leute für den so bedeutenden Pflegeberuf auszubilden“!