Aktuell

13.09.2017

Bitte schicken Sie alle ausgefüllten und angefangenen Unterschriftenbögen für die Pflegeinitiative rasch an die SBK-Geschäftsstelle in Bern.
Mehr

Kat: News
12.09.2017

Freiberufliche Pflegefachpersonen sollten ab sofort die neuen eKarus-kompatiblen Verordnungs- und Rechnungsformulare verwenden.
Mehr

Kat: News

«Krankenpflege»

Pflegeinitiative auf der Zielgeraden

06. September 2017

Weniger als acht Monate nach der Lancierung fehlen nur noch rund 10‘000 Unterschriften, bis die Pflegeinitiative zu Stande kommt. Am Samstag, 9.9. organisiert der SBK einen letzten Sammeltag.

«Wir sind überzeugt, dass wir nach diesem Sammeltag mehr als genug Unterschriften haben», freut sich Helena Zaugg, die Präsidentin des SBK. Dass es gelungen ist, so schnell so viele Unterschriften zu sammeln, führt sie vor allem auf zwei Faktoren zurück: «Die Bevölkerung unterstützt unser Anliegen voll und ganz. Viele haben bereits merken müssen, dass die Pflegenden unter einem hohen Druck stehen. Zum anderen ist es aber auch gelungen, die Berufsangehörigen zum Sammeln zu motivieren. Ich kenne Pflegefachpersonen, die jeden Monat einmal zusammen losgezogen sind.»

Erfreut ist Helena Zaugg auch über das breite Unterstützungskomitee: «Alle wichtigen Pflegeverbände, die FMH, PharmaSuisse und Hausärzte Schweiz, die Patientenorganisationen sind dabei, aber auch weitere wichtige Verbände und Einzelpersonen aus Politik sowie Pflege- und Gesundheitsberufen.»

Die Pflegeinitiative will eine gute Pflegequalität auch in Zukunft sicherstellen. Denn die Schweiz bildet viel zu wenig Pflegepersonal aus: Über alle Ausbildungsstufen gesehen sind es nur 56 Prozent, beim auf Tertiärniveau ausgebildeten diplomierten Pflegefachpersonal gar nur 43 Prozent. Wegen unattraktiven Arbeitsbedingungen und mangelnder Anerkennung verlassen viele ausgebildete Fachleute den Beruf frühzeitig.

Der Personalmangel gefährdet die Sicherheit der Patienten: Fehlt gut ausgebildetes Pflegefachpersonal, kommt es nachweislich öfter zu Komplikationen wie Infektionen, Wundliegen oder Stürzen, und das Sterberisiko für die Patienten steigt.

Die Initiative verlangt zudem mehr Autonomie für die Pflegefachpersonen: Typische Pflegeleistungen sollen direkt mit den Kassen abgerechnet werden können. Heute braucht es für alle Leistungen, zum Beispiel für die Unterstützung bei der Körperpflege eine ärztliche Unterschrift.

Weitere Informationen auf www.pflegeinitiative.ch 

Kontakt: Helena Zaugg, Präsidentin SBK, Tel. 079 880 92 27