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Der DBfK hat die ICN-Positionspapiere zu Antibiotikaresistenzen, zu Gewalt am Arbeitsplatz und zu betrieblicher Gesundheit und Sicherheit auf deutsch übersetzt.
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«Krankenpflege»

Aktualisierte ICN-Positionspapiere in deutscher Übersetzung

11. August 2017

Der DBfK hat die ICN-Positionspapiere zu Antibiotikaresistenzen, zu Gewalt am Arbeitsplatz und zu betrieblicher Gesundheit und Sicherheit auf deutsch übersetzt.

Der Weltverband der Pflegeberufe ICN (International Council of Nurses) hatdrei für die Gesundheitssysteme und die Pflegeberufe besonders wichtige Themen aufgegriffen und jeweils in einem berufspolitischen Positionspapier umfassend erörtert. Neben der Darstellung der Hintergründe werden die berufspolitische Position von ICN mit Forderungen an Regierungen sowie Appelle an nationale Berufsorganisationen, Arbeitgeber und Pflegefachpersonen formuliert. 

Antimikrobielle Resistenz

Das Problem der zunehmenden Antibiotikaresistenzen ist nicht nur Themenschwerpunkt der WHO, sondern stand auch kürzlich bei der Europäischen Kommission und beim G20-Gipfeltreffen auf der Agenda. Nach WHO-Schätzungen sterben pro Jahr 700.000 Menschen durch Antibiotika-Resistenzen, davon sind längst nicht nur Entwicklungsländer betroffen. Nach Schätzungen der EU-Kommission fordern multiresistente Keime EU-weit jährlich 25.000 Todesopfer und kosten die Gesundheitssysteme zusätzlich 1,5 Milliarden Euro.

Der ICN weist darauf hin, dass an vielen Stellschrauben gedreht werden muss, um gegen antimikrobielle Resistenz anzukommen. „Pflegefachpersonen und andere Mitarbeiter/innen im Gesundheitswesen müssen eine entscheidende Rolle übernehmen für das Bewahren der Leistungsfähigkeit der Antibiotika.“

Prävention von und Umgang mit Gewalt am Arbeitsplatz

Gewalt am Arbeitsplatz ist ein weit verbreitetes Problem in allen Bereichen der Gesundheitsversorgung. Es handelt sich um Ereignisse, bei denen Beschäftigte im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit misshandelt, bedroht oder beleidigt werden. Gewalt gegen Pflegende nimmt zu, die Hemmschwellen sinken und die Übergriffe haben gravierende Folgen. Häufig betroffen sind z.B. die Psychiatrie, Notfallaufnahmen, Bereitschaftsdienste, Nachtschichten sowie Einzelarbeitsplätze.

Die deutsche Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege hat 2012 untersucht, wie häufig Beschäftigte in Betreuungsberufen verbale und physische Gewalt erleben. Befragt wurden ca 1.900 Mitarbeiter/innen aus 39 Einrichtungen des Gesundheitswesens und der Wohlfahrtspflege. Auch die seelischen Auswirkungen der Übergriffe wurden erfragt.

Danach hatten mehr als 50% der Befragten körperliche und ca. 80% verbale Aggression am Arbeitsplatz erlebt. Die Gefahr hat seit 2012 noch erheblich zugenommen.

Der ICN fordert ein hohes Engagement aller Verantwortlichen für Sicherheit und Gewaltfreiheit am Arbeitsplatz und eine bedingungslose Null-Toleranz-Strategie.

Betriebliche Gesundheit und Sicherheit

Das Arbeitsumfeld professionell Pflegender ist gefährlich, das Risiko, sich bei der Arbeit zu verletzen, zu infizieren oder in anderer Weise berufsbedingt zu erkranken, ist hoch. ICN weist deshalb ausdrücklich darauf hin, dass alles Mögliche getan werden muss, um Pflegefachpersonen zu schützen. „Jede Pflegefachperson hat das Recht, in einer gesunden und sicheren Umgebung zu arbeiten – ohne berufsbedingtes Risiko einer Verletzung oder Erkrankung.“ In die Pflicht genommen werden hierfür vor allem nationale Gesetzgeber sowie Unternehmen und Vorgesetzte.

DBfK, 28.7.2017

Die Dokumente stehen hier zu Verfügung