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«Krankenpflege»

Bericht "Gewalt gegen Senioren" in 10vor10 auf SRF 1

07. März 2017

Der SBK ist schockiert über die Vorfälle in einem Pflegeheim im Kanton Glarus, die gestern Abend in der Sendung 10vor10 thematisiert wurden.

Der SBK hat umgehend auf den Bericht reagiert. SBK-Präsidentin Helena Zaugg hat ein Mail mit folgendem Inhalt an die Redaktion von 10vor10 geschickt:

«Der Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner SBK ist schockiert über die in ihrem Bericht „Gewalt gegen Senioren“ thematisierten Vorfälle in einem Pflegeheim im Kanton Glarus. Wir halten fest, dass Misshandlungen von BewohnerInnen durch Personal allgemein absolut nicht tolerierbar sind. Fixierungen sind zudem freiheitsbeschränkende Massnahmen, die bei  urteilsunfähigen Personen nur in eng begrenzten Situationen vorgenommen werden dürfen. Die Massnahme darf nur angeordnet werden, wenn damit eine Selbst- oder Fremdgefährdung abgewendet oder eine schwere Störung des Gemeinschaftslebens verhindert werden kann. In jedem Fall muss die Massnahme  verhältnismässig sein (1). Eine Zeitdauer für Fixierungen abstrakt festzulegen, widerspricht diesem Grundsatz.  

Der SBK möchte betonen, dass generell Misshandlungen von BewohnerInnen durch Personal – ob nun vor Gesetz strafbar oder nicht - nicht zu tolerieren sind. Der ethische Standpunkt 4 des SBK „Misshandlungen von BewohnerInnen und PatientInnen durch Pflegefachpersonen“(2) gibt detaillierte Anweisungen, wie solche Misshandlungen verhindert werden können, wie auf bereits geschehene Misshandlungen reagiert werden und wie in solchen Situationen Verantwortung übernommen werden kann.

Wir  bedauern, dass im Bericht von 10 vor 10 keine Pflegefachpersonen zu Wort kamen, die auf diese Umstände hätten aufmerksam machen können.

 

(1)   Art. 383 ZGB; Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht), BBl 2006 7040.

 

(2)   www.sbk.ch/fileadmin/sbk/shop_downloads/de/Standpunkte_4_deutsch.pdf

Weitere Grundlagen: SAMW-Richtlinigen "Zwangsmassnahmen in der Medizin" 2015