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«Krankenpflege»

RN4Cast: Personalbesetzung, Ausbildungsniveau und Mortalität

27. Februar 2014

Ein Artikel im Lancet zeigt die Zusammenhänge zwischen Anzahl Patienten pro Pflegefachperson, Ausbildungsniveau und Sterberisiko für die Patienten.

Die Fachzeitschrift Lancet veröffentlichte gestern die Resultate der RN4Cast-Studie im Bereich Pflegepersonalbestand, Ausbildungsniveau und Sterberisiko. 

Das Risiko, nach einer Standardoperation im Spital zu sterben ist höher in Kliniken, wo Pflegefachpersonen eine hohe Arbeitsbelastung und einen relativ tiefen Ausbildungsstand haben, konstatiert Linda Aiken von der Universität Pennsilvania und ihrer Forscherteam, zu dem auch René Schwendimann von Institut für Pflegewisssenschaft der Universität Basel gehört.

Für die Studie wurden die Daten von 422 730 Patienten und 26 516 Pflegefachpersonen in neun europäischen Ländern, darunter der Schweiz, analysiert

Die wichtigsten Erkenntnisse: 

  • Je mehr Patienten eine Pflegefachperson zu betreuen hat, um so höher das Sterberisiko: Pro Patient, den eine Pflegefachfrau nach einem chirurgischen Standardeingriff zusätzlich zu betreuen hatte, steigt das Risiko, das ein Patient innerhalb von 30 Tagen im Spital stirbt, um 7 Prozent.
  • Je mehr Pflegefachpersonen mit Bachelor-Abschluss, umso niedriger das Sterberisiko: Pro 10% mehr Pflegefachpersonen mit Bachelor sank das Sterberisiko um 7 Prozent.

Die StudienautorInnen um Linda Aiken leiten aus diesen Zusammenhängen ab, dass Patienten, die in Spitälern mit 60 Prozent Pflegefachpersonen mit Bachelor und 6 Patienten pro Pflegefachperson ein um 30 Prozent tieferes Sterberisiko haben als Patienten in einem Spital mit 30% Bachelors und 8 Patienten pro Pflegefachperson.

Die Folgerungen:

  • Sparen durch Abbau von dipl. Pflegefachpersonal gefährdet das Leben der Patienten.
  • Die Förderung der Ausbildung auf Bachelorniveau könnte Todesfälle im Spital reduzieren.

Link zur Studie

www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(13)62631-8/fulltext