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19.12.2014

Das WBF bleibt bei der für Pflegefachpersonen restriktiven Lösung, zur Enttäuschung des SBK und von über 1100 SBK-Mitgliedern, die sich für eine offene Lösung ausgesprochen haben.
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Kat: News
16.12.2014

Ab sofort können für die 3-Länderkonferenz für Pflege und Pflegewissenschaft vom 20. bis 22. September 2015 in Konstanz Abstracts eingereicht werden.
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Kat: News

«Krankenpflege»

Der SBK begrüsst die Schaffung eines Gesundheitsberufegesetzes

13. Dezember 2013

Bundesrat Alain Berset hat das GesBG in die Vernehmlassung geschickt. Wesentliche Forderungen des SBK wurden berücksichtigt, aber nicht alle.

Medienmitteilung vom 13.12.2013

Der Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner SBK begrüsst die Schaffung eines nationalen Gesundheitsberufegesetzes (GesBG) in Anlehnung an das Medizinalberufegesetz MedBG. Mit dem neuen Gesetz, das heute in die Vernehmlassung geschickt wurde, sollen die Anforderungen an die Studiengänge schweizweit definiert, die DiplominhaberInnen registriert und die Berufsausübung einheitlich reglementiert werden. Der SBK fordert aber auch die Schaffung eines aktiven Berufsregisters auf Bundesebene für alle diplomierten Pflegefachpersonen, die Regelung der Berufspflichten für alle und die separate Reglementierung der Berufsausübung der Pflegeexpertinnen APN.

Mit dem Gesundheitsberufegesetz GesBG sollen Ausbildung an den Fachhochschulen und die Berufsausübung der Gesundheitsberufe Pflege, Hebamme, Ergotherapie, Ernährungsberatung und Physiotherapie auf eine neue gesetzliche Grundlage gestellt werde, analog zum Medizinalberufegesetz (MedBG) für die traditionell akademischen Gesundheitsberufe wie Medizin oder Pharmazie.

Der SBK hat sich bei der Erarbeitung des Gesetzesentwurfs intensiv eingebracht und ist sehr erfreut, dass im jetzt in die Vernehmlassung geschickten Entwurf des Bundesrats wesentliche Forderungen berücksichtig wurden:

  • Das GesBG gilt für die Ausbildung der fünf Gesundheitsberufe, die an der Fachhochschule gelehrt werden und wird analog zum eingeführten und bewährten Medizinalberufegesetz MedBG gestaltet.
  • Die Berufsausübung aller Diplomabschlüsse der Pflege auf Tertiärstufe wird in gleicher Weise reglementiert. Damit kann eine Diskriminierung der Absolventinnen von Pflegestudiengängen an Höheren Fachschulen vermieden werden und diese können unter den gleichen Voraussetzungen die Pflege in eigener Verantwortung ausüben wie Fachhochschulabsolventinnen.

Hingegen erwartet der SBK, dass ein vollumfängliches nationales, durch den Bund und die Berufsverbände verwaltetes, Berufsregister für alle aktiven diplomierten Pflegefachpersonen erstellt wird, einschliesslich der Möglichkeit von Sanktionen und Berufsverbot bei Fehlverhalten. Zur Erhaltung der Patientensicherheit und Versorgungsqualität fordert der SBK auch geregelte Berufspflichten für alle diplomierten Pflegefachpersonen. Das schliesst den wiederkehrenden Nachweis von kontinuierlicher Weiterbildung und Berufspraxis ein. Ein solches Register erlaubt auch die dringend benötigte Planung der Personalressourcen.
Auch muss das GesBG muss die separate Reglementierung der Rolle der „Pflegeexpertin APN“ ermöglichen. Diese verfügt über einen Masterabschluss und eine vertiefte klinische Ausbildung. Damit wird sie vor allem im Bereich der chronischen und Mehrfacherkrankungen neue Aufgaben ü-bernehmen können.

Führende Rolle des SBK
Der SBK koordiniert die Positionen innerhalb der Pflege und arbeitet eng mit den anderen betroffenen Verbänden im Rahmen des SVBG zusammen. Er kommuniziert regelmässig mit der Arbeitgeberschaft, welche auch ein starkes Interesse an einem verlässlichen Kompetenzausweis der Pflegefachleute hat.

Weitere Informationen:

Bei Fragen steht zur Verfügung:
Roswitha Koch, Leiterin Abteilung Pflegeentwicklung, 076 342 04 06 (deutsch)
Pierre Théraulaz, Präsident, 079 310 85 64 (français)